Nordmazedonien verlängert den Corona-Notstand nicht mehr weiter

Foto: Pixabay
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SKOPJE: Der nordmazedonische Präsident Stevo Pendarovski wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht mehr verlängern. Dieser wird infolgedessen am Sonntag 00.00 Uhr auslaufen, teilte der Politiker am Freitag in der Hauptstadt Skopje mit. Das kleine Balkanland hatte die Maßnahme nach Ausbruch der Corona-Pandemie Mitte März eingeführt und dann um jeweils zwei beziehungsweise vier Wochen verlängert.

Nordmazedonien ist mit seinen zwei Millionen Einwohnern von der Pandemie nicht besonders hart betroffen. Bis zum Freitag waren dort 3701 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Zahl der akuten Fälle wurde mit 1836 angegeben, die der Toten mit 171.

In den vergangenen Tagen verzeichnete das Land allerdings wieder kräftigere Anstiege der Erkranktenzahlen. So wurden von Donnerstag zum Freitag 164 neue Fälle bekannt. Die Anstiege werden auf große Familienfeiern in den albanisch bevölkerten Landesteilen am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan zurückgeführt.

Mehr als 25 Prozent der nordmazedonischen Bevölkerung sind ethnische Albaner. Sie bekennen sich größtenteils zum Islam.

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