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ONE STOP REAL ESTATE
Ausgabe 19 / September 2008

Wie der bayerische Patient seinen Lebensretter auf Koh Samui wieder fand

Elvis-Imitator Ritchie trifft seinen ehemaligen Straubinger Arzt durch Zufall in Lamai

Ritchie Newton und sein Arzt Dr. Hermann Ebner aus Straubing - unverhofftes Wiedersehen auf Koh Samui nach vielen Jahren.

Samui. „Bist du abergläubisch?” - Normalerweise verneint Ritchie Newton diese Frage prompt. Der Elvis-Imitator aus Koh Samui steht mit beiden Beinen fest auf der Bühne und im Leben. Seit er vor elf Jahren dem Alkohol abgeschworen hat (DER FARANG berichtete), glaubt er an sich und seine Arbeitskraft. Ende August ist dem 43-jährigen Bayern dann aber ein Déjà-vu-Erlebnis beschert worden, das ihn mächtig ins Grübeln gebracht hat. Genau am 28. August 2008 traf er jenen Mann auf Koh Samui wieder, der ihm am 28. August 1997 in seiner Heimatstadt Straubing den Weg zurück ins Leben zeigte: Dr. Hermann Ebner (59), der Arzt, ohne den es Ritchie Newton heute vermutlich nicht mehr geben würde.

Das Wiedersehen

Ist es ein Zufall, dass sein Arzt und Mentor ihn ausgerechnet in seiner Wahlheimat Koh Samui wieder sieht? Und das auch noch auf den Tag genau an dem Termin, der elf Jahre zuvor die Wende für Ritchie brachte? Er selbst sieht es als „höhere Fügung des Schicksals“. „In Thailand passieren Dinge, die wir in unserer Kultur für aberwitzig halten“, sagt Ritchie Newton. Das Treffen war nicht geplant. Dr. Hermann Ebner und sein früherer Kummer-Patient Ritchie hatten über Jahre keinen Kontakt mehr zueinander gehabt.

Der Mediziner und Suchtberater aus dem Bayerischen Wald hat die Reise nach Koh Samui kurzfristig und auf Empfehlung seines Bruders gebucht und war total überrascht, als er am Morgen nach seiner Ankunft plötzlich seinen alten Patienten vor der Bungalowtür stehen sah. „Des gibt’s doch gar net!”, freute sich Dr. Hermann Ebner. Vor allem auch darüber, dass sich der frühere schwere Trinker durch das Loslösen vom Alkohol eine solide Existenz in Thailand aufbauen konnte.

Das Schicksal hatte ein wenig nachgeholfen, denn der Taxifahrer, der Hermann Ebner und seine Gattin Evelyn vom Flughafen abholte, kam auf dem Weg ins Hotel mit seinen Fahrgästen ins Plaudern. Dr. Ebner erzählte ihm, dass möglicherweise ein Landsmann von ihm aus Straubing auf der Insel lebe. Ritchie heiße der und sei ein Elvis-Imitator.

Der Taxifahrer kennt Ritchie Newton seit Jahren persönlich und rief ihn noch am gleichen Abend an. So fanden sich die beiden tags darauf wieder, Doktor und Patient, die in Ritchies Jugendjahren auch Freunde geworden waren.

Beim gemeinsamen Frühstück in Lamai konnten sich beide noch genau an jedes Detail ihrer schicksalhaften Begegnung am 28. August 1997 in der Straubinger Praxis erinnern. Dr. Hermann Ebner nahm Ritchie damals brutal ins Gebet und konfrontierte ihn mit seinen medizinischen Befunden: „Du bist ein todkranker Mann!, hat der zu mir gesagt und mich gleich in die Karmelitenkirche geschickt.“ Dort musste Ritchie der Jungfrau Maria eine Kerze stiften und über seine Zukunft nachdenken.

Vor der Schwelle zum Tod

Die Diagnose sei eindeutig gewesen, schildert Ritchie. Millimeter von der Leberzirrhose entfernt und damit nach jahrelangen Alkoholexzessen auf der Schwelle zum Tod. Dass er anschließend die Kraft fand, einen Selbstentzug durchzuführen und seither nie wieder einen Tropfen Alkohol angerührt hat, das sei größtenteils das Verdienst seines Arztes gewesen. „Ins Hirn sollte ich mir betonieren, wie sinnlos und vernichtend die Sauferei ist”, sagt Ritchie. Den Betonblock gegen die Alkoholsucht hat Elvis Ritchie bis heute im Kopf sitzen.

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Bang Rak. Der sündhaft teuren neuen Straßenbeleuchtung in Baan Bang Rak geht weiter kein Licht auf. Vom Fährhafen des Lomprayah Bootsservice bis in den Ort hinein wurden Anfang des Jahres auf antik getrimmte Laternen aufgestellt, mit der Inbetriebnahme hat es seither nicht geklappt. Alle 15 Meter säumen die grünen Pfosten mit den goldenen Schwänen als Krone beide Straßenseiten. Problem: gut gedacht, schlecht gemacht. Offensichtlich hat es mit der Bezahlung der Baumassnahme Probleme gegeben, weshalb sie nie in Betrieb gegangen sind. Ein Schönheitsfehler sind auch die vielen wilden Stromkabel, die den Blick auf die Laternen trüben.

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Koh Tao boomt, Samui durchwachsen

Samui. Eine durchwachsende Zwischensaison für Koh Samui und Koh Phangan, Rekordbelegungen hingegen auf der Taucherinsel Koh Tao - diese erste Bilanz kann die Tourismusbranche nach dem Juli und August ziehen. Für die meisten Hotels auf Samui und entsprechend auch für die Restaurants, Bars und Geschäfte waren die europäischen Sommerferien eher enttäuschend. Die Masse an Touristen blieb aus, auch die Italiener suchten offensichtlich andere Destinationen auf oder blieben wegen der hohen Energiekosten gleich in der eigenen Heimat. - In Koh Tao bot sich hingegen ein völlig anderes Bild. Viele Hotels vermeldeten bis Anfang September ausgebuchte Zimmer. Die Schildkröteninsel wird bei Individualtouristen immer beliebter, weil sie sich dort mehr Ruhe erwarten als auf Koh Samui oder der Partyinsel Koh Phangan.

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