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ONE STOP REAL ESTATE
Ausgabe 17 / August 2008

Briefe von Lesern

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Mehr als nur geschmacklos

Unter der Überschrift „Thai-Ladies haben andere Probleme” (Ausgabe Nr. 15) hatte Bernie Wüest zur Kolumne von Carolus über die Fussball-Europameisterschaft Stellung genommen. Dazu merkt ein Leser an:

Es gibt wahrhaft subtilere Möglichkeiten, sich durch „wueste” Brunnen-Vergifter die naive, bierbäuchige deutsche Leserschaft zu vergraulen. Den ironischen Beitrag von Carolus, der auch für latente Humorlosigkeit explizit die Überschrift „Fussball zum Lachen” trug, derart zur Demonstration der hybriden Geisteshaltung zu nutzen, ist mehr als nur Geschmacklosigkeit. Für die Redaktion hätte es sicher „einen schlanken Fuss gemacht”, sich - wie üblich - vom Inhalt des Leserbriefes zu distanzieren. Indes kann von Distanz so lange keine Rede sein, als schlusssätzlich ein FARANG-Buch angepriesen wird, das demnächst auch in „Little Germany” erhältlich sein wird.

Roland H. Jennrich,Banglamung

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Wirklich gut, dieser Diebesmarkt

In seiner Serie über Märkte in Bangkok hatte DER FARANG über den „Geheimtipp, Diebesmarkt!” berichtet (Ausgabe Nr. 15). Dazu schreibt ein dänischer Leser:

Ich bin in Bangkok gewesen, um mir den Diebesmarkt anzusehen. Der Bericht in Ihrer Zeitung hat mich auf diese Idee gebracht. Wirklich gut, dieser Markt, und auch meiner Frau hat es gefallen. Ich habe im neuen FARANG den Bericht über den anderen Markt gelesen. Auch den werde ich ausprobieren. Ich freue mich immer auf die nächste FARANG-Ausgabe. Ich lese auch gerne den Lung Sen. Schade, dass es das Magazin nicht in Dansk oder Englisch gibt.

Lars Eric Anderson,Chantaburi

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Hoteliers haben keine andere Wahl

In der Ausgabe Nr. 16 hatte sich eine Tierschützerin aus Deutschland über den Umgang von Hoteliers mit Strassenhunden beklagt, ein Leser aus Bremerhaven hatte zum Bericht „Hundefamilie vergiftet” Stellung genommen. Dazu schreibt ein Deutscher:

Eine schöne Schlagzeile: „Hoteliers lassen Hunde vergiften.” Richtig müsste es heissen: „Die Stadt Pattaya zwingt die Hoteliers, Hunde zu vergiften.” Welche andere Wahl haben Hotelmanager, als zum Gift zu greifen, wenn wiederholte Anrufe bei der Stadtverwaltung, Hundefänger zu schicken, ignoriert werden? Das Hotel, in dem ich wohne, wird schon seit Monaten mit verlogenen Zusagen hingehalten.

Und in Anspielung auf die Zuschrift von Michael Bohn heisst es bei mir: Ich schäme mich für die Gäste in Pattaya, die sich offenbar dabei wohl fühlen, wenn sie auf der Terrasse oder vor ihrer Tür in Hundescheisse treten, wenn die Wohnungstür immer wieder frische Duftmarken von Strassenkötern und Katern enthält, wenn Kinder auf einem Hotelrasen spielen, der mit Hunde- und Katzenurin getränkt ist, wenn Revierkämpfe beider Spezies nachts die Hotelgäste aus dem Bett werfen, wenn in der Nebensaison, so wie jetzt, sogar tagsüber, nachts sowieso, mehr Hunde um den Swimmingpool kreisen als Personal und Hausbewohner.

Ich schäme mich für die Leute, denen es nichts ausmacht, von einem Tisch zu essen, auf dem zuvor räudige Katzen lagen. Und ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass Hunde aggressiv kläffend auf Kinder zugehen, manchmal sogar nach ihnen schnappen, korrekt ergänzt: in fast allen Fällen glücklicherweise aber nicht zubeissen.

Liebe Tierfreunde, Sie können den einen oder anderen Köter verscheuchen, es dauert keine fünf Minuten, dann ist er wieder da. Und wenn die City Hall mal eine Aktion startet, dann mit Alibi-Funktion und offensichtlich nur für die Presse.

Das Übelste an der Situation ist aber, dass es so viele Touristen und erst recht Einheimische gibt, die im Hotel, ja sogar in Restaurants streunende Hunde und Katzen auch noch füttern - die kommen dann immer wieder, auch nachdem XY wieder nach Bremen oder München zurück geflogen ist.

Zudem ist es gar nicht so einfach, Einheimische, in der Regel Buddhisten, dazu zu überreden, gegen die Hundeplage etwas zu unternehmen. Vielen ist so ein verlauster und verdreckter Strassenköter sogar lieber als ein Farang. Ehrlicherweise, gegenüber den Einheimischen, muss ich hinzufügen, dass ich rund um Pattaya auch einige Anwesen von Ausländern kenne, die sich eine Hundemeute halten, die von Jahr zu Jahr grösser wird und von der die Nachbarschaft regelrecht terrorisiert wird.

Es ist zweifellos die tierfreundlichste Lösung, die bedauernswerten Kreaturen in Tierheimen unterzubringen - aber es sind inzwischen so viele, dass Hundefänger - und nicht nur ein paar, sondern Dutzende - über Monate eingesetzt werden müssten, um auf Dauer Erfolg zu haben. Guter Wille allein genügt nicht. Es ist auch eine fragwürdige Strategie, Hunde in Pattaya einzufangen und sie dann 100 oder mehr Kilometer ausserhalb der Stadt wieder auszusetzen. Aber was tun mit ein paar tausend Hunden und Katzen, die im Seebad mehr schlecht als recht leben? Einschläfern? Um Buddhas Willen! Das tut man nicht!

Bleiben als einzige Alternative die Tierheime und ständige Kontrollen im Stadtgebiet. Das kostet zwar Geld, die Stadt Pattaya aber hat es! Und sie könnte auch darauf setzen, viele Spenden von Touristen zu erhalten, wenn man denn sicher sein könnte, dass diese in die richtigen Kassen fliessen. Unser neuer Bürgermeister (irgendwie ist er auch meiner) macht Hoffnung. Ich glaube, er wird einen Weg finden, damit in europäischen Zeitungen und Magazinen nicht demnächst etwas über “Hundeplage im Seebad Pattaya” zu lesen ist.

Auch die TAT bzw. das lokale Büro der Tourismusbehörde sollte endlich aus ihrem Tiefschlaf erwachen und über die Auftritte bei Reisemessen hinaus tätig werden.

Werner Gawron, Pattaya

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Kommt das Kind erst nach dem Hund?

Eine weitere Zuschrift zum Leserbrief von Ulrike Brunner unter der Überschrift „Hoteliers lassen Hunde vergiften” in der Ausgabe Nr. 16:

Ich bin von jung an Hundeliebhaber. Aber Sie sollten einmal Touristen beibringen, dass sie den Hunden nicht am Strand Futter geben. Dadurch vermehren sich die Hunde rapide. Ich habe in Nord-Pattaya erlebt, dass ein Rudel Hunde über Kinder hergefallen ist und so zugebissen hat, dass man die Kinder in die Klinik bringen musste. Um weiteren Schaden abzuwenden, hat man die Hunde mit dem Kantholz totgeschlagen. Eine weitere Episode: Eine wohlgenährte Dame, etwa 48 Jahre alt, sitzt auf der Liege und füttert mit einem halben Hühnchen Hunde. Daneben steht ein sehr abgemagertes kleines Kind, das gerne etwas davon abbekommen hätte. Die Hundeliebhaberin hat sich für das Kind überhaupt nicht interessiert. Soweit muss Tierliebe nicht gehen! Oder kommt ein Kind erst nach dem Hund?

Helmuth Wagner,Choompuong

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Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe auf ihren Inhalt zu prüfen und wenn notwendig zu kürzen.

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